Iran Wissensquiz - alles über Land, Arbeit und Studium in Iran


Du planst eine Reise oder gar einen längeren Aufenthalt im Iran? Dann solltest du dringend folgende Ausführungen beachten. Für Studieninteressierte haben wir ebenfalls alle wichtigen und interessanten Informationen zusammengetragen, die die Planung des Auslandsaufenthaltes erleichtern sollen.

Wissenswertes über die „islamische Republik Iran“

Die „Islamische Republik Iran“ (offizielle Bezeichnung) liegt im Nahen Osten und grenzt neben zahlreichen Ländern wie Armenien, Afghanistan und Pakistan an das Kaspische Meer. Die Hauptstadt ist Teheran, die Staatsform wird als Islamisch-Präsidial bezeichnet. Das rund 1,648 Mio. km² große Land wird von ca. 81 Mio. Menschen (Stand 2017) bevölkert, wovon überwiegend Muslime sind, die sich wiederum in Schiiten (ca. 90%) und Sunniten (ca. 10%) aufteilen.

Geographie und Landschaft des Landes

Die Iranische Republik besteht aus 31 Provinzen, dennoch gibt es eine grobe Einteilung in die Regionen Aserbaidschan, Kaspische Provinzen, Zentraliran, Westiran, Chorasan, Baluchistan und Golfküste.

Der Iran liegt in einem Hochland, das von Gebirgen umschlossen wird. Im Norden liegt das Gebirge Elburs, im Westen und Südwesten das Zorasgebirge. Die nordiranischen Provinzen, die an der Grenze zu Aserbaidschan liegen, verfügen über fruchtbare Landschaften. Die sonstigen Gebirgsflächen sind häufig Erosionen ausgesetzt. Das südkaspische Tiefland bietet fruchtbare Braunerden. Der mittlere Iran wird von zwei großen Wüsten beherrscht. In den kalten bis milden Monaten fließen Flüsse durch die große Salzwüste und bilden kleine Seen, ansonsten sind die Wüstenregionen von extremer Trockenheit geprägt. Insgesamt beherbergt der Iran nur wenige fließende Gewässer, was in einer starken Trockenheit in den meisten Teilen des Landes resultiert.

Klima des Landes

Der Iran liegt zwischen der Passatzone und dem zentralasiatischen Wüstenbereich, was im Norden und Westen für ein mediterranes Klima und im Süden für monsunähnliche Zustände sorgt. Allgemein können die Klimaverhältnisse als kontinental mit großen Temperaturschwankungen, abhängig von der Jahreszeit, beschrieben werden. Jährlich kann mit einem Niederschlag von durchschnittlich 300 mm gerechnet werden, in den Wüstengebieten sind es lediglich 100 mm. Das Küstentiefland am Kaspischen Meer misst Niederschläge von rund 1.300 mm im Jahr.

Sicherheit und Einreisebestimmungen

Reisen in den Iran werden grundsätzlich als sicher eingestuft. Dennoch sollten immer die aktuellen Meldungen des Auswärtigen Amtes beobachtet werden. Wer sich für einen Aufenthalt im Iran entscheidet, sollte gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachten:

Grenzregionen zu Afghanistan oder Pakistan sind mit Vorsicht zu genießen. Hier besteht die Gefahr von Schmugglern oder terroristischen Übergriffen.

Die Einreisebestimmungen schreiben den Erhalt eines Visums vor, welches von der Botschaft in Berlin ausgegeben wird. Für viele europäische Staatsbürger besteht auch die Möglichkeit, ein 14-tägiges Visum bei Ankunft an einem der internationalen Flughäfen zu bekommen, dies kann jedoch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Empfehlung gilt daher, schon vor Abreise ein Visum zu beantragen. Um nicht Gefahr zu laufen, dass das Visum dennoch abgelehnt wird, ist der Besitz einer Einladung oder einer Buchungsbestätigung mit Angabe einer Telefonnummer sehr hilfreich. Offiziell ist sogar der Nachweis einer Auslandskrankenversicherung erforderlich. Zu beachten gilt, dass israelischen Bürgern, Personen mit israelischen Einreisestempeln und Personen, die israelische Produkte oder Produkte mit hebräischer Beschriftung mit sich führen, die Einreise verweigert wird.

Studieren im Iran

Von den ca. 3,8 Mio. Studenten im Iran übersteigt mittlerweile sogar die Zahl der eingeschriebenen Studentinnen die Anzahl der männlichen Kommilitonen. Beliebte Fächer sind Informatik und Fremdsprachen. Seit den 70er Jahren sind alle bildenden Institutionen und Studiengänge für sowohl Männer als auch Frauen frei zugänglich. Im Rahmen des deutsch-iranischen Hochschuldialogs des DAAD finden zwischen deutschen und iranischen Universitäten Kooperationen statt. Wer die persische Sprachen erlernen möchte, sollte das Dehkhoda Institut in Teheran oder das International Scientific Co-operation Office (ISCO) besuchen. An der FU Berlin, in Bamberg, Göttingen, Freiburg und Hamburg wird Iranistik als Studiengang angeboten.

Arbeiten im Iran

Das wirtschaftliche Zentrum des Irans ist die Hauptstadt Teheran. Etwa ein Drittel aller Arbeitsplätze im öffentlichen Bereich sind dort angesiedelt. Da die meisten Erwerbstätigen in Irans Hauptstadt arbeiten, sind dort die Lebenshaltungskosten im Vergleich mit den restlichen Regionen des Landes hoch. Der größte und wichtigste Wirtschaftssektor ist die Ölindustrie, danach folgt die Automobilindustrie. Dort werden neben den heimischen Marken auch Modelle für Peugeot gebaut. Weiterhin beschäftigt der Dienstleistungssektor, die Verwaltung, die Landwirtschaft sowie die Baubranche viele Arbeitnehmer. Dennoch gilt: für Ausländer ohne Sprachkenntnisse ist es sehr schwierig im Iran Fuß zu fassen. Wer die persische Sprache beherrscht, hat die Möglichkeit, bei deutschen Firmen im Iran oder beim Goethe Institut in Teheran vorstellig zu werden.

Fazit

Wer mit der muslimischen Kultur vertraut ist, die persische Sprache weitestgehend beherrscht und sich über die Sicherheitsrisiken sowie Verhaltensregeln bewusst ist, kann die Gastfreundlichkeit der Iraner kennenlernen.  Auch haben Reisende die Möglichkeit, das Leben in einem arabisch geprägten Land von einer anderen Seite kennenzulernen und sich einer völlig neuen Welt zu öffnen. Studieninteressierte sollten von den zahlreichen Kooperationen zwischen den deutschen und iranischen Hochschulen und Universitäten profitieren. Die Betreuung  in den Partnerprogrammen erleichtert zudem, das Zurechtfinden in dem für uns völlig fremden Land.  




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